Pressemitteilung

GHG investiert in zusätzlichen Schallschutz

Dämmung soll Geräusche minimieren

4.3.2009 - Schallschutz ist eine komplexe Materie – dies lässt sich in der Praxis auf dem Betriebsgelände der Gas-speicher Hannover GmbH erkennen. Auch wenn die Geräuschquellen klar zu erkennen sind, ist Abhilfe dennoch nicht einfach. Fast den ganzen Winter über haben Ingenieure an zwei Maßnahmen getüftelt, die nun in Empelde umgesetzt werden.

Obwohl die Gasspeicher Hannover GmbH (GHG) im Westen Empeldes erwiesenermaßen alle Grenzwerte einhält, erzeugen die Geräusche, die beim Betrieb des Gasspeichers entstehen, immer wieder den Unmut der Anwohner. „Wir sind um eine gute Nachbarschaft bemüht – daher versuchen wir wenn möglich die Schallemissionen noch weiter zu verringern“, sagt Andreas Maslok. Der GHG-Betriebsleiter weiter: „Die Gespräche im letzten Herbst haben uns weitere neue Ansätze aufgezeigt.“ Allerdings seien nicht alle Ideen sinnvoll oder von der GHG umsetzbar. Die Ingenieure der GHG und Schallexperten haben die letzten Monate und Wochen mit hohen Ein- und Ausspeichermengen gezielt genutzt: Zwei Maßnahmen scheinen geeignet zu sein, die Betriebsgeräusche der Speicheranlage zu verringern. „In der ersten Märzwoche haben wir eine Schallisolierung an einem sogenannten Pulsationsdämpferbehälter angebaut“, erläutert Maslok. Hiermit soll ein bei bestimmten Betriebszuständen während der Erdgaseinspeicherung auftretendes Pfeifen verringert werden. Wenn die erwarteten Erfolge auch in der Praxis spürbar sind, überlegt GHG auch die zwei weiteren Pulsationsdämpferbehälter in der Süd-Ost-Ecke des Betriebsgeländes zusätzlich zu dämmen. In den Verdichterlinien, in denen diese Behälter eingesetzt sind, herrschen jedoch etwas unterschiedliche Strömungszustände. Daher sind hier die Geräusche nicht so ausgeprägt, wie bei dem Behälter, der als erstes gedämmt wird.

Die zweite Maßnahme soll Ende März umgesetzt werden. Dann plant GHG eine Änderung an der Außenluftansaugung der Steuerluftkompressoren. „Die Luftansaugung ist besonders schwierig schalltechnisch zu optimieren. Denn die Geräusche kommen von der angesaugten Luft, hier können wir nichts dämmen“, erklärt Maslok.

Verworfen hat GHG mittlerweile den Bau einer Schallschutzwand im Osten des Betriebsgeländes. „Die Schallexperten haben uns aufgezeigt, dass eine solche Wand im besten Fall nichts bringt. Unter bestimmten Umständen könnte sie sogar dazu beitragen, Schall in Bereiche zu leiten, in denen bisher der Betrieb des Gasspeichers nicht zu hören ist“, so Maslok.

Dynamische Prozesse erschweren Schallschutz

Geräusche, die lediglich eine Frequenz haben und von einem definierten Punkt ausgehen, lassen sich heutzutage relativ gut mit technischen Maßnahmen verringern. Schwierig wird es jedoch immer dann, wenn ein ganzes Bündel von Frequenzen auftritt – theoretisch müsste dann für jeden einzelnen Ton der Schallschutz optimiert werden. Mit teilweise entgegengesetzt wirkender Technik. Wenn sich die Schallquelle auch noch je nach Betriebszustand einer Anlage verändert, sind die möglichen Maßnahmen meist sehr begrenzt. Maslok hat hierfür ein Beispiel aus dem Alltag: „Beim Auto wirkt der Schalldämpfer im Auspuff mal besser, mal weniger gut – je nachdem, wie man gerade fährt.“ Die Ingenieure der Autohersteller versuchen die besonders störenden Frequenzen zu eliminieren, das gelingt aber nicht für jede Drehzahl oder jeden Belastungszustand. „Ähnlich ist das auch bei der GHG: Beim Einspeichern entstehen zum Beispiel ganz andere Geräusche als beim Ausspeichern. Bei klarem Winterwetter gibt es andere Phänomene als bei Nieselregen im Frühjahr“, so Maslok. Doch die GHG würde auch in Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes die Ohren offen halten und wo sinnvoll möglich den Schallschutz weiter verbessern.

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Maslok;
Telefon (0511) 4 38 98-20 oder
E-Mail: info(at)gasspeicher-hannover.de