Störfall-Szenario 1: Flugzeugabsturz

Störfall: Ein Flugzeug stürzt an einem Samstagvormittag auf den Kavernenkopf, dieser wird abgerissen, das Untertagesicherheitsventil schließt nicht, Gas strömt aus und entzündet sich.

Wie wir reagieren:

1. Schichtverantwortlicher betätigt den Not-Aus, entspannt alle obertägigen Anlagen des Speichers und schließt die Kavernenköpfe der übrigen Kavernen.

2. Zweiter Schichtmitarbeiter leistet für eventuell betroffene Personen Erste Hilfe.

3. Der Schichtverantwortliche alarmiert die Regionsleitstelle.

4. Regionsleitstelle alarmiert und organisiert Einsatzleitung

  • Polizei
    • Absperrungen um die Gefahrenzone
    • Sperrung von Verkehrswegen
    • Leitung bei ggf. erforderlicher Evakuierung
  • Feuerwehr
    • Maßnahmen zur Brandbekämpfung
    • Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen, z.B. Kühlen von
      Gebäuden
    • Unterstützung bei der Evakuierung
  • Stadt Ronnenberg
    • Prüfung, ob Evakuierung erforderlich
    • Unterrichten der Bevölkerung
    • Einrichtung von Notunterkünften für evakuierte Personen
  • Alarmierung der Rettungsdienste
    • Maßnahmen zur Personenrettung
    • Ärztliche Versorgung von Personen
  • Information des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie

5. Information der verantwortlichen Personen der GHG (Rufbereitschaftsingenieur, Betriebsleitung, Geschäftsführung)

6. Alarmierung der für diesen Fall vorgesehenen Servicefirmen mit Equipment zur Blow-Out-Bekämpfung

7. Anforderung von personeller Unterstützung über die Rufbereitschaften der Stadtwerke Hannover

8. Einsatzkoordination der Servicefirmen durch den Rufbereitschaftsingenieur oder die Betriebsleitung

9. Abstimmung des Vorgehens mit der Einsatzleitung der Rettungskräfte

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Wärmeentwicklung beim Warmaustritt

Betrachtung für den worst case:

  • Kaverne ist voll gefüllt,
  • Ausströmung über den vollen Querschnitt des Produktionsstrangs,
  • 1,1 Mio m³/h (10-fache Ausspeicherleistung),
  • Brennwert von Erdgas H obwohl Erdgas L mit ~ 20 % geringerem Brennwert eingelagert ist.

 

 

 

1,58 kW/m²: kontinuierlicher Aufenthalt möglich
4,73 kW/m²: Flucht ohne Schutzkleidung ist mehrere Minuten lang möglich
12,0 kW/m²: typische Bebauung bietet unbegrenzten Schutz

  1. Nächstes Wohnhaus (Hansastr.): Aufenthalt im Gebäude ist uneingeschränkt möglich
  2. Freibad: Geordnetes Entfernen in Richtung Norden möglich
  3. Verkehrswege: Vorbeifahrender Verkehr kann sich gesichert entfernen
  4. Gärtnerei: Geordnetes Verlassen des Gebäudes und Grundstücks in Gegenrichtung K1 möglich
  5. Gewerbegebiet Lägenfeldstr.: Aufenthalt im Gebäude uneingeschränkt möglich
  6. Feldscheune an der Nenndorfer Straße: Aufenthalt im Gebäude uneingeschränkt möglich

 

 

 

 

 

 

 

 

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